European Migration
Herford Situation in Deutschland/Europa

 

Bildungssituation für Ausländer

in der BRD



Ausländeranteile nach Schulart 1994
 

Abschlüsse an allgemeinbildenden Schulen von deutschen und ausländischen Schülern

im Jahr 1994
 

Warum ist der Ausländeranteil an Hauptschulen größer als an Realschulen und Gymnasien? - Erklärungsversuch -


 

Ausländeranteile nach Schulart 1994
Allgemeinbildende Schulen  11,6 %
Grund- und Hauptschulen
14.3 %
Sonderschulen
19 %
Realschulen
8 %
Gesamtschulen
14,4 %
Gymnasien
5,1 %
Abendschulen u. Kollegs
14,5 %
Berufliche Schulen
11,5 %

 


 
Abschlüsse an allgemeinbildenden Schulen von deutschen und ausländischen Schülern im Jahr 1994
Abschluss
Deutsche 
Anteil in %
Ausländer 
Anteil in %
Ausländeranteil in % an 
der jeweiligen Abschlussart
Ohne Hauptschulabschluss 7,8 20,3 22,1
Hauptschulabschluss 25,3 43,6 15,7
Mittlerer Abschluss 41,2 26,6 6,6
Hoch-/Fachhochschulreife 25,7 9,5 3,9
Insgesamt 100 100 9,8

 "Bildung und Ausbildung gehören zu den wichtigsten gesellschaftlichen Integrationsfaktoren für Migranten."(die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Ausländer).



Warum ist der Ausländeranteil an Hauptschulen größer als an Realschulen und Gymnasien? - Erklärungsversuch -

-  Mangelnde Deutschkenntnisse

- Es werden für späteingereiste Jugendliche nur an Grund- und Hauptschulen Vorbereitungs- bzw. Auffangklassen   angeboten.

- allgemeiner gesellschaftlicher Aspekt: Arbeiterkinder besuchen häufiger Haupt- und Realschulen als Kinder von Beamten und Selbständigen. Die erste Generation der Migranten waren hauptsächlich Arbeiterfamilien.

- Ausländischen Eltern fehlen häufig Kenntnisse über das deutsche Bildungssystem. Eigeninitiative der Kinder ist notwendig.

- Kinder von Flüchtlingen und Asylbewerbern sind nicht schulpflichtig. Deren Eltern müssen sich aktiv um einen Schulbesuch bemühen.

Folge: Unterschätzung des Bildungsfortschritts von Kindern lang ansässiger Migranten.


Monika Weber, Nadina Tenzer, Sandra Künzel, Sarah Niederbäumer Klasse AG-99/6, Wilhelm-Normann-Berufskolleg Herford, Oktober 2000