| European Migration |
Zwangsweise Immigration nach Herford im 20. Jahrhundert
Als erzwungene Immigranten nach Herford sind die Menschen zu bezeichnen, die als Zwangsarbeiter (in damaliger Terminologie "Fremdarbeiter") aus fast allen europäischen Ländern, die das Deutsche Reich erobert hatte im Ersten und vor allem im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland zur Arbeit verpflichtet wurden.
Diese Gruppe - insbesondere die polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiter, die zudem noch rassischer Verfolgung unterlagen (und als sogenannte asiatische Untermenschen eingestuft wurden) hatten unter besonders heftigen Vorurteilen und Verfolgungen zu leiden. Sie lebten in speziellen Lagern und hatten keinen Kontakt zu deutschen Bevölkerung. Nur die bei den Bauern eingesetzten Zwangsarbeiter wurden oft in die normalen familiären Zusammenhänge einbezogen.
Historisches Material (Auswahl)
Quellen:
"Zwangsarbeiter"
Kommunalarchiv Herford, Stadt Herford,
Sig. II 1
Arbeitsverpflichtungen für Ostarbeiter
(enthält: Transportlisten, Firmennamen, Decknamen für Lager ...)
Kommunalarchiv Herford, Stadt Herford,
Sig. II 2
Registrierung von polnischen Zwangsarbeitern
(Transportlisten, Aufenthaltsanzeigen...)
Kommunalarchiv Herford, Stadt Herford,
Sig. II 242
Identitätskarten für sowjetische
Zwangsarbeiter (mit Fingerabdrücken...)
Kommunalarchiv Herford, Stadt Herford,
Sig. II 7
Pässe von sowjetischen Zwangsarbeitern
Literatur:
H. Kohne/Christoph Laue (Hg.): Deckname Genofa, Zwangsarbeit im Raum Herford 1939 - 1945, Bielefeld 1992
H. Kohne/Christoph Laue (Hg.): Mariupol
- Herford und zurück, Zwangsarbeit und ihre Bewältigung nach
1945, Bielefeld 1995
(CL, 28.03.2000)