European Migration

Freiwillige Immigration nach Herford im 18. - 20. Jahrhundert

"Freiwillige" Immigranten waren zum Beispiel ausländische Arbeiter und Handwerker, Händler und Kaufleute, die sich zu alles Zeiten in Herford - vor allem zur Berufsausübung - niederließen. Als freiwillige Immigranten müssen auch die sogenannten Gastarbeiter, die ab den 1960er Jahren nach Herford kamen, bezeichnet werden.

Auch diese Gruppen litten zunächst unter Vorurteilen, Überwachungen, Kontrolle und Aufsicht. Die freiwilligen Einwanderer bis zum 20. Jahrhundert sind meist heute völlig in die Herforder Gesellschaft integriert. Einige Familiennamen, zum Beispiel Laffontien (früher La Fontain aus Frankreich) oder Cotty (ein im 18. Jh. eingewanderter italienischer Handwerker) sind und waren üblich in Herford.

Die sogennanten "Gastarbeiter" hatten und haben - wobei zwischen den einzelnen Herkunftsländern große Unterschiede gemacht werden müssen - teilweise immer noch zu leiden. In den ersten Jahren lebten sie in Fabrik-Lagern und konnten ihre Familien nicht nachholen. Während die älteren Gruppen (Jugaslawen, Griechen, Italiener) weitgehend integriert sind, ist vor allem für die Türken bis heute die Integration nur in Teilen gelungen, was auch noch in der aktuellen Diskussion um Bürgerrechte für Ausländer, doppelte Passvergabe etc. zu erkennen ist.

Historisches Material (Auswahl)

Quellen:

Kommunalarchiv Herford, Stadt Herford, Sig. A I 128
1728ff Bürgerrechtsverleihungen in Herford (enthält zahlreiche Hinweise auf Niederlassungen von Ausländern)

Literatur:

Markus Walz, Die Herforder Zinngießer im 18. und 19. Jahrhundert, in: Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford, 1996, Bielefeld 1996, S. 7ff
 

(CL, 28.03.2000)